Floor4Quality


 

"Gemeinsam auf dem Weg zum natürlichen Gleichgewicht, um das sich in einer Zusammenarbeit alles dreht"


Artikel:

Auf dieser Seite können Sie einige wahre Geschichten
und Artikel
 aus dem noch zu veröffentlichenden Buch von 
Floor van den Dungen über ihre Arbeit mit Pferden lesen.


Die energetische Fernbehandlung eines Pferdes

Da die energetische Fernbehandlung eines Pferdes meistens noch ein unbekanntes Gebiet ist, möchte ich ein bisschen mehr darüber erzählen. Bei einer solchen Fernbehandlung nehme ich Kontakt auf mit dem energetischen Feld des Pferdes. Alles, was lebt, besteht nämlich aus Energie und über diesen Weg kann eine Verbindung hergestellt werden. Im energetischen Feld werden unter anderem die emotionalen Erfahrungen eines Pferdes gespeichert. Wenn ein Pferd seine Erfahrungen nicht richtig verarbeiten konnte, können dort Blockaden entstehen. Solche energetischen Blockaden sind oft das Ergebnis menschlichen Handelns. Diese Blockaden können in jedem Alter auftreten, vom Fohlen bis zum erwachsenen Pferd. Blockierte Energie im Pferd kann störend wirken und körperliche Beschwerden verursachen. Dies kann mit etwas Kleinem beginnen. Wenn der Grund dafür nicht identifiziert und beseitigt wird, kann sich das nach einiger Zeit zu einem größeren Problem entwickeln.

Bei der energetischen Fernbehandlung richte ich mich auf das, was sich auf einer tieferen Schicht in einem Pferd abspielt. Ich nehme Kontakt auf und berühre dann vorsichtig das Wesen des Pferdes, in vollkommener Hingabe, ohne Forderungen oder Erwartungen bezüglich des Pferdes. Ich kann mich dann in aller Ruhe ganz auf das Pferd konzentrieren. Nachdem ich auf diese Weise ein Pferd erst einmal "gelesen" und dabei gesehen habe, was vor sich geht, kann ich mit einer Fernbehandlung beginnen, mit der ich die Blockaden reduziere oder manchmal auf einmal vollständig beseitige. Für mich ist dies eine reine, direkte und ergänzende Vorgehensweise, neben "Live"-Unterricht,
-Training, -Beritt und -Korrektur von Pferden. Es ist wichtig, dass das Pferd vollständig frei wieder das tun kann, was es gut kann. Und meistens wirkt sich dies auch auf das Umfeld aus und auf den direkten Besitzer, sodass Mensch und Pferd gemeinsam weitermachen können.

Die energetische Fernbehandlung ist eine Grauzone, also ein Bereich, der nicht rational angegangen werden kann. Das Endergebnis ist jedoch in der Realität deutlich sichtbar und spürbar. Das sind positive Veränderungen, die der Besitzer dann auch beim Pferd feststellt. Manchmal laufen Pferde mit einer energetischen Blockade herum, die zu körperlichen Problemen geführt hat, die normalerweise von einem Tierarzt nicht leicht zu lösen sind. Es handelt sich dann um eine tiefere Energiestörung, durch die ein Pferd in einen Teufelskreis geraten ist, aus dem es nicht mehr aus eigener Kraft herauskommt.

Das Schöne an der energetischen Arbeit ist, dass sie der Natur des Pferdes und des Menschen nahe ist. Dadurch reagiert ein Pferd fast unmittelbar auf eine Behandlung. Schließlich lebt ein Pferd im Jetzt und zeigt jede Veränderung sofort. Ist das Pferd erst einmal befreit von seinen Blockaden, dann können seine Selbstheilungskräfte wieder aktiviert werden und kann sein inneres Feuer wieder auftauchen. Die Behandlung erzwingt nichts in dem Pferd. Das Pferd erhält heilende Energie und gibt während dieses Prozesses an, wann es reicht, sodass es seinen Weg dann selbst weitergehen kann.

Nachdem ich ein Pferd behandelt habe, erhält der Besitzer einen Bericht, in dem die wesentlichen Punkte dieser energetischen Behandlung aus der Ferne beschrieben werden, wie

                 die charakteristischen Eigenschaften dieses Pferdes,

                 die Spannungen und Störungen, die ich im Energiefeld
dieses Pferdes beobachtet habe,

                 Art und Dauer der Behandlung, die ich gegeben habe,

                 die erwartete energetische Wirkung, kurz- und langfristig,

                 ein Leitfaden für die Nachsorge zu Hause durch den Besitzer.

Denn das Pferd soll nach der Behandlung seine Selbstheilungskräfte einsetzen können, um die Genesung fortzusetzen und einen Rückfall zu verhindern.

Wenn Sie an einer Fernbehandlung interessiert sind, können Sie mich über das Kontaktformular kontaktieren.



In einem Artikel steht ein kurzes Stück über die energetische Fernbehandlung,
die ich einem Pferd gegeben habe.

Der Artikel wurde am 28. Dezember 2017 im niederländischen Online-Magazin WantToKnow veröffentlicht: 

https://www.wanttoknow.nl/overige/van-slachtbank-naar-catwalk/

Floor van den Dungen hat uns vor zwei Wochen ebenfalls einmal geholfen.
Floor hat einen sehr schönen Artikel über Pferde auf dieser Webseite geschrieben:

http://www.wanttoknow.nl/dossiers/inspiratie/meelezen/  

Von Belgien aus gab sie unserem Pferd Maya Fernbehandlungen. Die ersten
 Tage danach bemerkte ich allerdings keine große Veränderung an Maya.
Sie war schüchtern und ängstlich und ging eher weg, statt zu mir zu kommen.

 Aber ... nach ein paar Tagen änderte sich das komplett. 

Jetzt kommt sie spontan, um zu schnüffeln und zu untersuchen, wer auf ihrem Land steht,
und wirkt viel entspannter und selbstsicherer. Der umfassende Bericht, den Floor darüber geschrieben hat, was alles in Maya lebt und was sich in ihr abspielt, bringt viel Klarheit darüber,
wer und was Maya ist. Und so können wir ihr noch besser bieten, was sie braucht. 

Deshalb empfehle ich Floor wärmstens jedem, der einem Tier in Not helfen möchte oder Probleme mit seinem eigenen Pferd hat.

Maya, als wir sie zum ersten Mal sahen. Ihr Fohlen starb 2 Tage später. Foto rechts: Maya 3 Monate nach ihrer Ankunft bei uns und nach der Behandlung von Floor van den Dungen. 



Die Feinabstimmung zwischen Pferd & Mensch

Eines frühen Morgens wurde ich von einer Frau angerufen, die mich fragte, ob ich kurzfristig Zeit hätte, ihren Hengst zu sehen. Die Anruferin war keine Unbekannte für mich und so verabredeten wir uns noch am gleichen Tag. Auch ihr Pferd kannte ich schon etwas länger. Deshalb war ich neugierig, inwieweit es sich wirklich um ein Problem des Pferdes selbst handelte oder ob das Pferd mit seinen Beschwerden eigentlich einen Hinweis darauf gab, worunter die Besitzerin litt. Denn ein Pferd zeigt oft, was den Besitzer, mit dem es verbunden ist, bewusst oder unbewusst stört. Das ist nicht notwendigerweise falsch. Wir sollten es jedenfalls berücksichtigen und darüber nachdenken. Im hier genannten Fall geht es um die besondere Geschichte eines Pferdes, das deutlich zeigte, dass man ihm nicht zugehört hatte.

Es war ein achtjähriger, großer friesischer Hengst mit einem sensiblen Charakter. Als ich vor Ort ankam, sah er einsam aus und schaute sich suchend um. Er machte einen sehr gestressten, nervösen Eindruck, als ob er nicht wüsste, was er mit der Situation, in der er sich befand, anfangen sollte. Er hatte einen Laufstall, in dem er Gesellschaft von einer Ziege hatte. Er konnte frei wählen, ob er nach draußen gehen wollte oder nicht. Es gab auch Artgenossen auf dem Grundstück neben seiner Wiese. Seine Lebensbedingungen waren sozusagen ideal. Aber er zeigte überhaupt kein Interesse an seiner Umgebung.

Der Grund, warum ich gebeten wurde, ihn mir anzusehen, war, dass er seine Mähne in sehr kurzer Zeit abgescheuert hatte. Außerdem hatte er am ganzen Körper einen anhaltenden Hautausschlag. Diese Beschwerden hatte der Hengst bei seinem Vorbesitzer nie gehabt. Außerdem litt er an einer chronischen Form der Mauke an den Beinen, die sich in letzter Zeit verschlimmert hatte. Ich kannte das Pferd als einen strammen Friesenhengst mit einem starken Energiefeld und einer beeindruckenden Ausstrahlung. Er ging für einen durchs Feuer. Jetzt stand er da, als hätte er alles verloren. Es war traurig zu sehen und vor allem zu fühlen.

Die Besitzerin hatte bereits viele therapeutische Wege begangen, die aber bisher alle erfolglos geblieben waren. Sie hatte den Hengst gekauft, weil sie "eine neue Herausforderung in ihrem Leben suchte". Es wurde auch sehr deutlich spürbar, dass das Pferd immer Kontakt mit ihr suchte. Aber er konnte überhaupt nicht mit dem oft rationalen Vorgehen dieser Frau zurechtkommen. Ich fragte mich sehr, ob ihr bewusst war, was es alles zu berücksichtigen gilt, wenn man einen Hengst wählt.

Das Pferd kam vorsichtig hervor. Von seiner eindrucksvollen Erscheinung war nur noch wenig übrig. Aber als es sich mir zuwendete, passierte etwas zwischen uns. Das Pferd seufzte tief, als ob ihm endlich einmal jemand zuhörte. Es schien, als würde es Kontakt mit etwas in mir legen, das es erkannte. Dies geschieht in einem Bruchteil einer Sekunde, aber ich weiß aus Erfahrung, dass das Pferd einen dann als seinen natürlichen Anführer anerkennt. Die Beziehung zwischen Mensch und Pferd liefert dann eine Bestätigung dessen, was das Pferd sucht: Sicherheit, gegenseitigen Respekt und Vertrauen. Ich weiß, wie wichtig dieser Kontakt im Umgang mit Pferden ist. Es ist eine Herzverbindung des Pferdes mit seinem natürlichen Anführer, den es spüren lässt, woran es leidet. Und dieser Kontakt entstand nicht zwischen diesem Pferd und der Besitzerin. Die Frau und der Hengst standen nicht auf einer Stufe. Dieses Pferd war zu hoch gegriffen für sie, so sehr sie auch ihr Bestes gab.

Die Besitzerin begann zu erzählen, wie schwer sie es hatte, und dass sie alles unter Kontrolle halten wollte. Sie fand, dass es am Pferd lag. Es verstand sie nicht. Während sie zugleich zwischen den Zeilen andeutete, dass sie es anders wollte. Aber sie fand es offenbar schwer zuzugeben, dass das, was sie sich in ihrem Kopf vorgestellt hatte, in der Realität eine andere Wendung genommen hatte. Ich bemerkte eine leichte Veränderung in der Haltung der Frau während dieser offenen Unterhaltung, aber gleichzeitig auch beim Pferd. Weil die Frau darüber sprach, hatte sie sich selbst Anerkennung geschenkt und dadurch wurde Raum frei. Sowohl beim Pferd als auch bei ihr selbst.

Ich ließ die Frau ihre Geschichte erzählen und während ich ihr zuhörte, konzentrierte ich mich auch auf das Pferd. Ich legte meine Hand auf seinen Rücken und fühlte sanft die Emotionen von ihm abfließen. Es waren hauptsächlich menschliche Gefühle, die ich aufnahm. Ich verstand, warum das Pferd so in Schwierigkeiten gekommen war. Es konnte nichts mit dem menschlichen, emotionalen Gepäck der Frau anfangen, das es von seiner Natur als Pferd her nicht kannte. Nach einiger Zeit begann der Hengst sich zu entspannen. Sein eigenes Feuer war tief im Inneren verborgen. Ich sagte der Frau, dass ich mit dem Pferd allein sein wollte, damit ich so ungestört mehr für es tun konnte. Die Frau würde dann später an die Reihe kommen.

Das Pferd war nicht mehr gut geerdet und konnte daher die aufgefangenen Emotionen nicht loslassen. Es war sozusagen blockiert. Die einzige Möglichkeit, die ihm blieb, war, diese Frustrationen über seine Haut, seine Mähne und seinen Schweif zu äußern und zu versuchen, sie so loszuwerden. Ich fühlte, dass sein Energiefeld klein war und es kostete mich einige Mühe, durch das Chaos hindurchzudringen. Mit Konzentration und einem klaren Fokus auf das Pferd gelang es mir, den Kern seines noch verbliebenen Feuers zu finden. Das Schönste daran ist, dass ich in einem solchen Moment sehr deutlich erfahre, dass ein Pferd sich so gerne für Menschen einsetzen möchte. Übrigens trägt dieser Einsatz nur Früchte, wenn es eine liebevolle Zusammenarbeit gibt. Fehlt diese, geht dies oft auf Kosten des Pferdes.

Das Pferd begann sich zu entladen und langsam tauchte es wieder ein wenig auf. Die Frau kam plötzlich zu uns in den Stall. Als sie sah, was geschah, wurde ihr plötzlich klar, dass sie nur mit sich selbst beschäftigt gewesen war und nie wirklich Kontakt mit dem Pferd gesucht hatte. Ich ließ das Pferd für diesen Tag in Ruhe und wir vereinbarten, dass ich jeden Tag kurz vorbeikommen würde, um das Pferd zu behandeln und zu begleiten, damit es diesen emotionalen Ballast loswerden konnte.

Nach einigen Wochen hatte sich der Hengst sehr erholt. Durch diesen sehr intensiven Prozess mit ihrem Pferd hatte die Besitzerin auch ihr Herz geöffnet. Sie war sich der Tatsache sehr bewusst geworden, dass sie selbst letztendlich für die Blockaden ihres Pferdes verantwortlich war. Sie entschied sich dann, zusammen mit ihrem Pferd eine Lösung zu finden. Von diesem Moment an wollte sie lernen, auf seine Stimme zu hören und auf ihr eigenes emotionales Gleichgewicht zu achten. Denn ihr wurde tief im Inneren klar, dass auch Pferde 'sprechen'. Aber in ihrer eigenen Sprache.

 Wenn auch Sie Fragen zu Ihrem Pferd haben, für die Sie keine Lösung finden, können Sie gerne Kontakt zu mir aufnehmen. 



Eine liebevolle Zusammenarbeit mit deinem Pferd

Wenn ich morgens in den Stall komme, rieche ich die köstlichen Düfte des frischen Strohs und Heus, das ich am Abend zuvor sorgsam hingelegt habe. Wiebren, mein Pferd, begrüßt mich mit einer glücklichen, liebevollen Energie. Dann fragt er mich: „Wie geht es dir? Was bekomme ich heute zu essen?“ und „Darf ich mit dir in den Wald gehen?“

Ein Pferd sucht Kontakt zum Menschen. Der Mensch sucht Kontakt zu einem Pferd. Dadurch entsteht eine Verbindung und wird eine echte Zusammenarbeit möglich. Tatsache ist, dass es viele Pferde mit Problemen gibt. Der große Unterschied zwischen Mensch und Pferd besteht jedoch darin, dass letzteres sich vollkommen auf seine Körpersprache, seine Intuition, die Seelenverbindung mit sich selbst verlässt. Der Mensch hingegen ist oft noch auf der Suche nach der natürlichen Verbindung. Ein Pferd eröffnet ihm die Möglichkeit, wieder von einer sanften, natürlichen Frequenz aus zu denken und zu fühlen. Besonders in jenen emotionalen Bereichen, in denen es noch Blockaden gibt, die einen freien Fluss verhindern. Diese Blockaden gilt es zu beseitigen, um wieder auf eine klare, gesund kritische Weise zu sich selbst zurückzukommen.

 Ebenso gibt es Pferde, die ganz oder teilweise die Verbindung zu sich selbst verloren haben, weil in unserer schnellen Gesellschaft in zu kurzer Zeit zu viel von ihnen verlangt wird. Dabei werden ihre Körpersprache und ihre natürlichen Bedürfnisse nicht immer richtig verstanden. Meistens begegnet der Mensch einem Pferd eher aus der Ratio heraus als aus seinem tiefsten Sein. Daher hat er schon mehr oder weniger ein komplettes Bild im Kopf, was er mit dem Pferd am betreffenden Tag erreichen möchte. Der Zeitdruck, den er dem Pferd und sich selbst auferlegt, führt zu mehr Blockaden und Fehlkommunikation. Weil das Pferd die Energie hinter den Worten und den Aktionen fühlt: Kommunikation durch Körpersprache. 

 Beim Umgang mit Pferden ist es wichtig, dass der Mensch Einblicke in das Funktionieren seiner eigenen Emotionen bekommt. Pferde registrieren nämlich ganz detailliert das Energiefeld des Menschen, in dem die Emotionen gespeichert werden. Pferde können schon aus der Ferne genau ‚scannen‘, fühlen in welchem emotionalen und mentalen Zustand sich der Mensch befindet und passen ihre Reaktion an. Der Mensch kann sich nicht anders manifestieren als so, wie er im Grunde ist und im Leben steht. Ein Pferd schaut sozusagen durch ihn hindurch. Es berührt den Menschen sofort in seinem Seelenkern, ob dem Menschen dies bewusst ist oder nicht. Deshalb kann das Pferd ihn auf seinen emotionalen Zustand oder auf ein Problem bzw. eine schwierige Situation hinweisen. Es kann dem Menschen ohne Worte in seinem Bewusstseinsprozess helfen … kann ihm zeigen, wer er eigentlich tief in seinem Inneren ist und was ihn wirklich glücklich macht … 

Und dann wundert sich der Mensch, warum das Pferd das von ihm Geforderte nicht erfüllen kann und verwirrt wird. Die Körpersprache eines Menschen sendet nämlich etwas anderes aus als das, was er vorher im Kopf, oft automatisch, gedacht hat. Dies ist das sogenannte ‚Rauschen im Hintergrund‘. Er ist nicht vollständig im Jetzt mit sich selbst und dem Pferd verbunden. Das Pferd ist dann aufgeregt und gestresst. Mit dem Ergebnis, dass es sein angeborenes Flucht- oder Kampfverhalten zeigt. Es kann etwas ängstlicher, aber auch heftiger reagieren. Es versteht nicht gleich, was der Mensch von ihm möchte, ist schneller abgelenkt, weigert sich vorwärts zu gehen oder wirkt ausdruckslos und in sich zurückgezogen. 
Das Basisvertrauen und das natürliche Gleichgewicht, das vom Pferd immer gesucht wird, gehen dann verloren. Meistens entstehen auf diese Weise beim Pferd die am häufigsten auftretenden Verhaltensprobleme. Das Pferd nimmt nämlich viel von der emotionalen Spannung des Menschen und seiner Umgebung auf. Doch die daraus entstehenden Störungen treten wegen der großen Anpassungsfähigkeit, die ein Pferd an sich hat, nicht immer sofort auf.
Auch weil das Pferd immer wieder den Kontakt zu den Menschen sucht und weiterhin mit ihnen zusammenarbeiten möchte. So rücken seine eigenen Bedürfnisse aber immer mehr in den Hintergrund.Erste Anzeichen von emotionalen Blockaden im Pferd sind oft körperliche Defizite und ein verändertes Gemüt.Außerdem ist es schwieriger, mit dem Pferd Kontakt aufzunehmen. Meistens versteht der Mensch nicht, woran das liegt.

Öffne dein Herz für das Pferd

 Es funktioniert oft besser, wenn du keine Erwartungen hast und in einer klaren und ehrlichen Weise mit deinem Pferd kommunizierst. Außerdem ist es besser, erst das Pferd selbst kommunizieren zu lassen. Dann wirst du erfahren, wie es sich fühlt und woran ihr im Interesse des Pferdes GEMEINSAM arbeiten solltet. Du verhältst dich wie ein würdiger Führer der Herde. Du öffnest  dein Herz für das Pferd und dann wirst du die wirklichen, subtilen Signale des Pferdes und seine Körpersprache früher erkennen können. Du wirst auch bemerken, dass es bereitwilliger mitmachen wird und sich mehr für dich einsetzt, aus einer echten Zusammenarbeit heraus, indem du dem Pferd und dir selbst nichts in den Weg stellst. Im Gegenteil, du vertraust voll und ganz auf das sich Anbietende. Nun könnt ihr euch gemeinsam an die Arbeit machen, in einer ruhigen, entspannten, aber auch aufmerksamen Art und Weise. 

So unterstützt du, sowohl in dir selbst als auch im Pferd, die freie Entwicklung. Eure wirklichen Fähigkeiten können auf diese Weise zum Vorschein kommen. Es ist auch sehr wichtig, dass du deine eigenen Grenzen und die Grenzen des Pferdes konsequent und respektvoll im Auge behältst. Innerhalb dieser Grenzen kann es fließen. Und kannst du sehr gut (lernen zu) erfühlen, dass du das Pferd auch herausfordern darfst. Auf diese Weise hilfst du sowohl dem Pferd als auch dir selbst beim Durchbrechen von Blockaden. Du solltest dies jedoch niemals unaufgefordert tun. Es erfordert einen bewussten Umgang mit den eigenen Verhaltens- und Reaktionsmustern in Bezug auf die Führung, die Zusammenarbeit, die Geduld und das gegenseitige Vertrauen. Dies kann dir und deinem Pferd neue Einblicke in den natürlichen Rhythmus von Pferd und Mensch verschaffen. All dies erfordert bewusste Wiederholung und Übung. Der Weg ist dabei wichtiger als das Endziel.

Während eines schönen Ausrittes durch den Wald haben wir unsere Kräfte gegenseitig getestet. Wesentliche Probleme wurden gelöst. Ich fühle die Größe unserer Zusammenarbeit als Pferd und Mensch. Voller Zuversicht freue ich mich auf einen neuen Tag mit Wiebren …